Haut und Haar

Haut und Haar bilden zusammen das Fell und stellen das grösste Organ des Hundekörpers dar, dessen lebenswichtige Funktionen sehr vielfältig sind. Haut und Haar haben für den Hund eine sehr grosse Bedeutung, weshalb die Fellpflege sehr wichtig ist!Das Fell, welches sich bei den Hunderassen sehr unterschiedlich präsentiert, bildet für den Organismus den natürlichen Schutz vor Umwelteinflüssen. Gleichzeitig ist es das Spiegelbild der Gesundheit des Hundes. Je nach Haardichte wachsen die Haare in Bündeln von 2 bis 15 Haaren aus ein und derselben Haarpore. Man unterscheidet bei den Haaren zwischen zwei Typen, den Deck- und den Wollhaaren. Sie wachsen zwischen 0,04 mm bei kurzhaarigen und 1 mm im Tag bei langhaarigen Hunden. Abgesehen von den Hunderassen mit einem kontinuierlichen Haarwachstum (z.B. Pudel) wachsen die Haare bei den meisten Rassen in sogenannten Haarzyklen, wobei der Fellwechsel meistens im Frühling und Herbst erfolgt.

Abb. Fellschema
Abb. Fellschema

 

 

(1) Deckhaar (das Deckhaar und die Wollhaare wachsen aus derselben Hautöffnung)

(2) Wollhaare

(3) Haut (besteht aus mehreren Schichten)

(4) Haarmuskel (kann das Haar bei Reizen gerade aufrichten lassen)

(5) Talgdrüse (sondert Talg (= Haarfett) ab, der die Aussenseite des Haares einfettet)

(6) Haarbälge der Wollhaare

(7) Haarbalg des Deckhaares (der Haarbalg ist die Umhüllung des eigentlichen Haares)

(8) Schweissdrüse

Abb. Haarwechsel
Abb. Haarwechsel

 

 

 

 

 

(1) lebendes Haar mit Haarbalg

(2) die Haarwurzel beginnt sich zurückzubilden

(3) die Haarwurzel ist praktisch zurückgebildet; im Haargrund bildet sich neues Muttergewebe

(4) das alte Haar ist nach oben ver-schoben

(5) das wachsende neue Haar schiebt das alte (nun tote) Haar aus der Haut

Die Haut des Hundes hat sehr vielfältige Aufgaben. Primär bildet sie zusammen mit dem dichten Haarkleid eine wichtige Schutzfunktion vor Verletzungen verschiedenster Art. Dank ihrer Elastizität reisst die Haut beispielsweise bei Bissverletzungen nicht sofort und findet schnell wieder in die ursprüngliche Position zurück. Darüber hinaus bildet die Haut eine undurchdringliche Barriere nicht nur gegen Wasser, sondern auch gegen ver-schiedenste chemische Verbindungen. Entgegen der landläufigen Meinung ist die Hundehaut jedoch empfindlich gegenüber UV-Strahlen! Die oberflächliche, verhornte Hautschicht bildet zusammen mit dem Talg eine wirksame Abwehr gegen Parasiten und Infektionserreger wie Pilze und Viren. Auch hat die Haut ein eigenes Immunsystem zur Abwehr gegen Mikroorganismen. Daneben ist die Haut ein wichtiges Ausscheidungs-organ (Ohrenschmalz, Talg, Analbeutelsekret) und produziert eigene Aromastoffe. Die Ausscheidungen der Hautdrüsen respektive deren Duftstoffe dienen der Kommunikation zwischen Rüde und Hündin, der Identifikation der Artgenossen sowie der Markierung des Territoriums. Eine zentrale Rolle spielt die Haut zudem als Sinnesorgan; über sie werden Kälte, Wärme, Berührung, Druck, Schmerz, Juckreiz usw. wahrgenommen. Schliesslich spielt die Haut als Blutspeicher auch eine lebenswichtige Rolle in der Regulierung des Körper-blutdruckes und, indem sie zusammen mit dem dichten Fell vor Kälte schützt (Anmerkung: Die Haut bietet praktisch keinen Schutz gegen Überhitzung des Körpers!), in der Regulierung der Körpertemperatur.

 

 

Quelle:

http://www.hunderatgeber.ch/docs/Anatomie.pdf

 

 

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03.02.2013